CSR-Praxistag Hannover Teaser

Foto: Volkswagen.

PRAXISTAG HANNOVER: “LIEFERKETTEN VERANTWORTLICH GESTALTEN – ÜBER NACHHALTIGKEIT BERICHTEN”

Der Praxistag für mittelständische Unternehmen “Lieferketten verantwortlich gestalten – Über Nachhaltigkeit berichten” am 4. Mai 2017 bei VW Nutzfahrzeuge in Hannover informierte über die wichtigsten Hintergründe des Themas und bot rund 100 Teilnehmenden aus der Unternehmenspraxis einen Rahmen für den fachlichen Austausch.

Rückblick

Zum: Hintegrund: Die G7-Staats- und Regierungschefs vereinbarten jüngst wichtige Schritte zur Durchsetzung weltweiter Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards. Ab dem Jahr 2017 verpflichtet zudem eine EU-Richtlinie bestimmte Unternehmen, nicht-finanzielle Informationen zu sozialen und ökologischen Auswirkungen im Rahmen der Lageberichterstattung offenzulegen. Angesichts dieser Entwicklungen führen UPJ und econsense mit Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in mehreren Bundesländern regionale Praxistage durch. Dabei werden die wichtigsten Hintergründe und aktuellen Entwicklungen des Themas vorgestellt, vor allem aber ein Forum für den fachlichen Austausch von Vertretern aus der Unternehmenspraxis geboten.

Impulsvortrag

Prof. Dr. Gerhard Prätorius, Leiter Nachhaltigkeit der Volkswagen AG, zeigte auf, welche Bedeutung einer verantwortungsvollen Gestaltung von Lieferketten auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität zukommt und wie eine partnerschaftliche Umsetzung gelingen kann.

Der Volkswagen Konzern gestaltet aktiv die Transformation zu einer nachhaltigen Mobilität. Mit der Konzernstrategie „Together 2025“ wurden vier zentrale Handlungsfelder identifiziert: 1. Das Kerngeschäft transformieren; 2. das Geschäftsfeld Mobilitätslösungen aufbauen; 3. die Innovationskraft stärken und 4. die Finanzierung sichern. Ein Ziel ist, 2025 einer der drei führenden Mobilitätsanbietern weltweit zu sein. Die Bedeutung eines nachhaltigen Lieferkettenmanagements wächst stetig. Dabei bedingen Kooperation und Verbindlichkeit einander, um die zentralen Umwelt-, Sozial- und Compliance-Standards in einem partnerschaftlichen Ansatz sicherzustellen. Prof. Dr. Gerhard Prätorius

Leiter Nachhaltigkeit, Volkswagen AG

Präsentation

Impulsvortrag: Prof. Dr. Gerhard Prätorius, Leiter Nachhaltigkeit, Volkswagen AG
In vier Workshops vertieften die Teilnehmenden im Anschluss Chancen, Herausforderungen und praktische Umsetzungsfragen verantwortungsvoller und transparenter Lieferketten.

Programm

Praxistag “Lieferketten verantwortlich gestalten – Über Nachhaltigkeit berichten” am 4. Mai 2017 in Hannover

Veranstaltungspartner

MW Logo
UVN Logo
UVN Logo
Logo Allianz Nachhaltigkeit Niedersachsen

Workshop A: Erste Schritte – Nachhaltiges Lieferkettenmanagement in mittelständischen Unternehmen

Der Einkauf und die Beschaffung sind der Lackmustest, wie nachhaltig ein Unternehmen handelt und ob es Nachhaltigkeit glaubwürdig umsetzt. Ein nachhaltiges Lieferkettenmanagement erfordert dabei drei Strategien: Eine Präventionsstrategie durch Vorschriften, Schulungen, Beratung und Anreizsysteme, eine Identifikationsstrategie durch Risikoanalysen und konkreten Maßnahmen wie Hinweisgeberstellen sowie eine Reaktionsstrategie durch Sanktionen, Entwicklung und Hilfestellungen für Lieferanten. Stefan Dahle

Geschäftsführender Gesellschafter, imug Beratungsgesellschaft für sozial-ökologische Innovationen mbH

Kunden informieren sich heutzutage über mehr als Preise und Lieferzeiten. Sie möchten darauf vertrauen, dass sie in ihrer Lieferkette mit verantwortungsvollen Partnern zusammenarbeiten. Zudem steigen die politischen und regulatorischen Anforderungen, wie zuletzt durch den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte oder den UK Modern Slavery Act. Durch ein zertifiziertes CSR-Managementsystem, auf Basis der ISO 26000, stellt sich die HARTING Technologiegruppe diesen Ansprüchen. Das Commitment zu einer verantwortlichen Unternehmensführung erwarten wir auch von unseren Partnern und haben es bspw. entsprechend in die Lieferantenauswahl und -bewertung integriert. Ulrike Upmeyer

Corporate Social Responsibility, HARTING AG & Co. KG

Präsentationen

Workshop A: Erste Schritte – Nachhaltiges Lieferkettenmanagement in mittelständischen Unternehmen

Workshop B: Internationale Arbeits- und Sozialstandards

Neue Gesetze nehmen Unternehmen in die Sorgfaltspflicht, soziale und ökologische Missstände in ihrer Wertschöpfungskette zu identifizieren und Maßnahmen zur Abhilfe zu schaffen. Dazu gehören bspw. der Modern Slavery Act (UK), die Conflict Mineral Rule (Art. 1502 Dodd-Frank-Act, USA) oder das erst 2017 in Frankreich verabschiedetet Gesetz für eine unternehmerische Sorgfaltspflicht. Aber auch an Unternehmen, die nicht direkt von Gesetzen betroffen sind, können Anforderungen an eine transparente Lieferkette weitergereicht werden: von Kunden und Auftraggebern, die gesetzlich oder durch freiwillige Initiativen verpflichtet sind, genau hinzuschauen. Jordis Grimm

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Professur für Betriebswirtschaftslehre insbes. Unternehmensethik, Universität Hamburg

Im VW Konzern sind Nachhaltigkeitsanforderungen seit mehreren Jahren Vertragsbestandteil mit allen Lieferanten. Diese beruhen unter anderem auf der bereits im Jahr 2002 aufgesetzten Sozialcharta, die die Einhaltung der ILO Kernarbeitsnormen oder mindestens den nationalen Standards für alle VW Standorte einfordert und auf Lieferanten ausgeweitet wurde. Wichtig ist uns bei VW intern sowie extern: Verantwortliche kontinuierlich zu schulen, dazu wurde beispielsweise eine Beschaffungsakademie gegründet, die regelmäßig Trainings für Einkäufer durchführt. Denn die Einkaufspolitik eines Unternehmens ist einer der wichtigsten Hebel für die Umsetzung von internationalen Arbeits- und Sozialstandards. Cristina Schultz-Côrtes

Fachreferentin Konzern Personal International, Volkswagen AG

Präsentationen

Workshop B: Internationale Arbeits- und Sozialstandards

Workshop C: Umsetzung von Nachhaltigkeitsanforderungen durch den Einkauf

Die Funktion des Einkaufs hat in Unternehmen vor dem Hintergrund eines Sustainable Supply Chain Managements stark an strategischer Bedeutung gewonnen. Der Einkaufsbereich ist z.B. zugleich Gatekeeper gegenüber Lieferanten, Impulsgeber in der Branche, Fachexperte bei der Definition interner Managementprozesse und Brückenbauer zwischen Fachabteilungen und Funktionsbereichen im Unternehmen. Dr. Dorli Harms

Studiengangskoordination MBA Sustainability Management, Centre for Sustainability Management (CSM), Leuphana Universität Lüneburg

Konica Minolta Business Solutions ist als Vertriebsunternehmen das Bindeglied zwischen unseren Kunden und Lieferanten. Ökologische und soziale Anforderungen müssen in beide Richtungen abgestimmt werden. Um eine verantwortungsvolle Lieferkette weiter zu fördern hat Konica Minolta z.B. bis zum Ende des Geschäftsjahres 2016 an allen 20 Produktionsstandorten der Gruppe und bei ca. 130 Lieferanten CSR-Assessments durchgeführt. Axel Holzhauer

Recycling and Environmental Manager, Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH

Als Teil der CR-Strategie 2020 verfolgen wir das Ziel, alle Lieferanten, die für die Otto Group produzieren und deren Fabriken in Risiko-Ländern liegen, in unser Sozialprogramm zu integrieren. Als integriert gilt ein Lieferant, wenn er für alle aktive Fabriken zum Zeitpunkt der Produktion ein gültiges und anerkanntes Assessment, Zertifikat oder Audit vorweisen kann.Parallel wollen wir Lieferanten und Fabriken zudem mit Schulungen und Trainings so weit qualifizieren, dass sie nicht nur über anerkannte Zertifizierungen verfügen, sondern dauerhaft, systematische und in Eigenregie bessere Arbeitsbedingungen sicherstellen. Lena Peleikis

Senior Project Manager Sustainable Supply Chain Management, Otto Group

Präsentationen

Workshop C: Umsetzung von Nachhaltigkeitsanforderungen durch den Einkauf

Workshop D: Offenlegung nicht-finanzieller Informationen und Berichterstattung über soziale und ökologische Auswirkungen entlang der Lieferkette

WERKHAUS veröffentlicht seit dem Jahr 2014 in zweijährigem Rhythmus einen Nachhaltigkeitsbericht. Grundlage dafür bietet ein parallel eingeführtes Umweltmanagementsystem, das die notwendigen Daten zur Verfügung stellt. Im letzten Jahr kam die Veröffentlichung einer Materialbroschüre hinzu, sie schafft mehr Transparenz gegenüber den Kunden und Geschäftspartnern. Für die Zukunft ist die Zertifizierung des Umweltmanagementsystems nach EMAS geplant. Wir haben überwiegend positives Feedback für unsere Berichterstattung erhalten, was uns ermutigt, diesen Weg weiter zu gehen. Nachhaltigkeitsberichterstattung sollte aus unserer Sicht nicht lästige Pflicht sein, sondern vielmehr ein Prüfstand, um die Erreichung selbstgesteckter Ziele zu messen und Gelegenheit, das tägliche Engagement für mehr Nachhaltigkeit kompakt, freundlich und datenbasiert darzustellen. Daniela Weinand

Nachhaltigkeitsbeauftragte, WERKHAUS Design + Produktion GmbH

Neudorffs erster Nachhaltigkeitsbericht ist die logische Konsequenz unserer langjährigen Nachhaltigkeitsbemühungen und ein gutes Tool allen Stakeholdern gebündelte Informationen bereitzustellen. Unsere Managementsysteme ISO 9001, ISO 14001, ISO 50001 und der Corporate Carbon Footprint erleichterten die Datenerhebung erheblich.  Wir nutzen diesen Bericht um Lieferanten, Kunden und auch zukünftige Mitarbeiter für unsere Visionen zu gewinnen. Statt der Beantwortung der Fragebögen unserer Kunden können wir ihnen nun oftmals unseren Nachhaltigkeitsbericht zusenden. Johannes Albers

Sustainability & Business Development, W. Neudorff GmbH KG

Aurubis erstellt seit mehreren Jahren einen Nachhaltigkeitsbericht, wobei etliche Fachabteilungen in den Prozess involviert sind. Dieser Bericht hat für uns im Unternehmen eine hohe Bedeutung, denn auch auf den gesammelten Erfahrungen aufbauend wurde eine Strategie im Bereich Nachhaltigkeit aufgesetzt. So sind bei uns durch die Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts Prozesse und Strukturen entstanden, die Jahr für Jahr weiterentwickelt werden. Auch die CSR-Berichtspflicht hat neuen Schwung in das Thema gebracht. Die relevanten Abteilungen erarbeiten gerade gemeinsam, was im Bereich Nachhaltigkeitsberichterstattung für gesetzliche Anforderungen bestehen und wie diese intern umgesetzt werden. Kirsten Kück

Sustainability Manager, Aurubis AG

Präsentationen

Workshop D: Offenlegung nicht-finanzieller Informationen und Berichterstattung über soziale und ökologische Auswirkungen entlang der Lieferkette

Fotogalerie

Teilnahmebedingungen

Teilnahmebedingungen für den Praxistag
Für den Praxistag “Lieferketten verantwortlich gestalten – Über Nachhaltigkeit berichten” am 4.5.2017 in Hannover gelten die folgenden Teilnahmebedingungen.

Veranstalter
UPJ e.V.
Brunnenstraße 181
10119 Berlin
T: +49 30 2787 406-0
M: info@upj.de

econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.
Oberwallstraße 24
10117 Berlin
T:+ 49 30 2028-1474
M: info@econsense.de

Teilnahmebeitrag
Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben.

Anmelde- und Teilnahmebestätigung
Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine automatisch erzeugte, unverbindliche Anmeldebestätigung per E-Mail.

Einige Tage nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie zudem eine verbindliche Teilnahmebestätigung. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nur nach Erhalt der Teilnahmebestätigung möglich.

Programmänderungen
Programmänderungen sind möglich und vorbehalten.

Datenschutz
Personenbezogene Daten werden vom Veranstalter ausschließlich zu Zwecken der Tagungsorganisation verwendet. Die Teilnehmenden der Tagung erklären sich damit einverstanden, dass ihr Name und ihre Organisation in den Tagungsunterlagen aufgeführt werden dürfen. Die Zustimmung zu dieser Nutzung geschieht freiwillig. Im Falle des Widerspruchs gegen diese Nutzung hat dies keine Auswirkungen auf die Tagungsteilnahme. Beim Veranstalter kann die hiermit erteilte Einwilligung in die Veröffentlichung in den Tagungsunterlagen jederzeit vor Drucklegung der Unterlagen widerrufen werden.

Fotorechte & eigene Fotos
Mit der Anmeldung erteilen die Teilnehmenden dem Veranstalter die Erlaubnis, während der Tagung fotografiert zu werden und diese Fotos im Zusammenhang mit der Veranstaltung u.a. in Printmedien und für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu verwenden.

Bitte beachten Sie, dass es aus Sicherheitsgründen auf dem gesamten Werkgelände von Volkswagen Nutzfahrzeuge grundsätzlich untersagt ist, eigene Fotos zu machen (z.B. mit Fotoapparat oder Smartphone).

Logo Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Förderlogos

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