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PRAXISTAG “LIEFERKETTEN VERANTWORTLICH GESTALTEN – ÜBER NACHHALTIGKEIT BERICHTEN”

Der Praxistag für mittelständische Unternehmen “Lieferketten verantwortlich gestalten – Über Nachhaltigkeit berichten” am 20. November 2017 bei der Deutschen Telekom in Bonn informierte über die wichtigsten Hintergründe des Themas und bot rund 90 Teilnehmenden aus der Unternehmenspraxis einen Rahmen für den fachlichen Austausch.

Rückblick

Zum Hintegrund: Das Thema “Lieferketten verantwortlich gestalten – Über Nachhaltigkeit berichten” steht aktuell bei vielen Unternehmen weit oben auf der Agenda. Die Anforderungen an Unternehmen aller Größen an ein gesellschaftlich verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement sowie eine transparente Berichterstattung über ökologische und soziale Aspekte steigen – sowohl von Geschäftspartnern und Verbrauchern als auch von der öffentlichen Hand und der Gesetzgebung.

Die G7- und G20-Staats- und Regierungschefs haben jüngst wichtige Schritte zur Durchsetzung weltweiter Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards vereinbart. Ein Nationaler Aktionsplan „Wirtschaft und Menschenrechte“ formuliert zudem die Erwartung an alle Unternehmen in Deutschland, einen Prozess der unternehmerischen Sorgfalt mit Bezug auf die Achtung der Menschenrechte einzuführen, der verbindlich beschriebene Kernelemente beinhaltet. Ab dem Jahr 2017 sind darüber hinaus bestimmte Unternehmen verpflichtet, nicht-finanzielle Informationen zu sozialen und ökologischen Auswirkungen im Rahmen der Lageberichterstattung offenzulegen. Angesichts dieser Entwicklungen führen UPJ und econsense mit Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in mehreren Bundesländern regionale Praxistage durch. Dabei werden die wichtigsten Hintergründe und aktuellen Entwicklungen des Themas vorgestellt, vor allem aber ein Forum für den fachlichen Austausch von Vertretern aus der Unternehmenspraxis geboten.

Zur Eröffnung des Praxistages berichtete Susanne Gasde, Leiterin des Referats CSR – Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, über Erwartungen der Bundesregierung an Unternehmen bei der Gestaltung nachhaltiger globaler Herausforderungen sowie den damit verbundenen Herausforderungen und Chancen.

Impulsvortrag

Silke Thomas, Senior Expert Group Corporate Responsibility, zeigte in ihrem Impulsvortrag auf, wie bei der Deutschen Telekom eine nachhaltige Lieferantenentwicklung sowie die Sustainable Development Goals  in die Unternehmensaktivitäten integriert werden.

Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen – so lautet die CR-Mission der Deutschen Telekom, die sich in unsere CR-Strategie und konkrete Aktivitäten runterbricht. Nachhaltige Lieferkette stellen dabei ein zentrales Fokusthema dar, denn die professionelle Zusammenarbeit und Partnerschaft mit unseren Lieferanten ist die Basis für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Durch Maßnahmen zur nachhaltigen Lieferantenentwicklung konnten z.B. messbar Rohstoff- und Energieverbräuche gesenkt, Arbeitsbedingungen verbessert, die Mitarbeiterfluktuation verringert und so die Produktivität erhöht werden. Davon profitieren nicht nur wir als Unternehmen, die Gesellschaft und Umwelt, sondern auch die Zulieferbetriebe und sogar deren Zulieferer.

Silke Thomas

Senior Expert Group Corporate Responsibility, Deutsche Telekom AG

Präsentation

Impulsvortrag Silke Thomas

In vier Workshops vertieften die Teilnehmenden im Anschluss Chancen, Herausforderungen und praktische Umsetzungsfragen verantwortungsvoller und transparenter Lieferketten.

Programm

Praxistag für mittelständische Unternehmen “Lieferketten verantwortlich gestalten – Über Nachhaltigkeit berichten” am 20. November 2017 in Bonn

Veranstaltungspartner

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Workshop A: „Erste Schritte – Nachhaltiges Lieferkettenmanagement in mittelständischen Unternehmen“

Lieferketten sind Menschenketten. Erhöhte Verbrauchererwartungen an eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und die Forderung von Geschäftspartner nach mehr Transparenz in der Lieferkette, treiben Unternehmen aktuell dabei stärker als gesetzgeberischer Druck. In vielen Betrieben sind Risikoanalysen jedoch noch wenig belastbar und firmeninternes Know-how fehlt oft. Hier voranzukommen ist alternativlos, um Sozial- und Umweltstandards zu implementieren sowie um als Unternehmen langfristig wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Prof. Dr. habil. Elisabeth Fröhlich

Präsidentin / Professorin für strategisches Beschaffungsmanagement, CBS Cologne Business School

Uns bewegen Mensch und Umwelt. Deswegen gehört Nachhaltigkeit zu unseren Überzeugungen und ist untrennbar mit unserem Qualitätsanspruch verbunden. Als Familienunternehmen in siebter Generation wissen wir, was es heißt, auf die Zukunft zu bauen. Welche Ideale, welche Visionen und welche Welt wir unseren Kindern hinterlassen, haben wir selbst in der Hand. Als Unternehmen stehen wir zu unserer Verantwortung und schaffen nachhaltige Werte für die Menschen, die mit uns zusammen arbeiten. Dabei kooperieren wir mit Institutionen, wie z.B. der Fair Wear Foundation und Fairtrade.

Annet Baldus

Produktion/Nachhaltigkeit, Bierbaum Proenen GmbH & Co. KG

Anforderungen an nachhaltige Lieferketten im B2B-Bereich haben stark zugenommen. Der Aufwand, der dabei durch die unterschiedlichen Bewertungs- und Prüfverfahren für die beteiligten Unternehmen entsteht, ist sowohl für Konzerne als auch für kleinere Zulieferer erheblich. Ein abgestimmtes Vorgehen, wie in der Brancheninitiative „Together for Sustainability“ hilft uns, die Wirkung unserer Aktivitäten zu steigern.

Rocío de la Cruz García

Value Chain Sustainability/ HSEQ, Covestro Deutschland AG

Präsentationen

Workshop A: „Erste Schritte – Nachhaltiges Lieferkettenmanagement in mittelständischen Unternehmen“

Workshop B: „Arbeits- und Sozialstandards sowie Menschenrechte in globalen Lieferketten“

Unternehmen haben verschiedene Möglichkeiten, Menschenrechte in der Lieferkette stärker zu betonen, dabei ist Kooperation mit anderen der Schlüssel. Gemeinsam mit anderen Unternehmen über Initiativen oder Verbände kann in der Lieferkette mehr erreicht werden. Im Unternehmen selbst hilft es, die Zusammenarbeit zwischen Einheiten wie dem Einkauf und den CSR-Verantwortlichen zu verstärken oder Anreize und Informationssysteme für den Einkauf auszubauen.

Dr. Christian Scheper

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Entwicklung und Frieden, Universität Duisburg-Essen

Für Unternehmen gibt es viele Ansatzpunkte, die Achtung von Menschenrechten in der Lieferkette zu stärken. Wichtig dabei ist es, genau zu analysieren, was die Ursachen für Menschenrechtsverletzungen sind. Ein Beispiel dafür ist der Nestlé-Kakao-Plan. Um Kinderarbeit auf Kakao-Plantagen zu verhindern, hat Nestlé ein eigenes Überwachungssystem mit Vertrauensleuten in den lokalen Gemeinschaften aufgebaut und unter anderem über 40 Schulen in den Anbauregionen gebaut. Somit besteht für viele Kinder nun eine Alternative zur Arbeit, die es so vorher nicht gab. Damit verbesserten sich die sozialen Bedingungen vor Ort, die Nachhaltigkeit konnte gestärkt werden und nicht zuletzt auch die Profitabilität der Farmen für die Bauern verbessert.

Achim Drewes

Leiter Public Affairs, Nestlé Deutschland AG

Präsentationen

Workshop B: „Arbeits- und Sozialstandards sowie Menschenrechte in globalen Lieferketten“

Workshop C: Umsetzung von Nachhaltigkeitsanforderungen durch den Einkauf

Nachhaltigkeitsstandards sind nicht nur im Sinne einer allgemein akzeptierten Zielsetzung wichtig, sie bieten auch die Grundlage für eine gemeinsame Sprache und effiziente Kommunikation. Zentral für die Umsetzung von Nachhaltigkeit in der Lieferkette ist Transparenz. Technologischer Fortschritt und zunehmende Digitalisierung bieten hier neue weitreichende Möglichkeiten.

Dr. Justus von Geibler

Projektleiter Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Als Großhändler sind wir die Schnittstelle zwischen der Industrie und dem Einzelhandel. Dabei stehen unsere Kunden und auch die Endverbraucher für uns im Fokus. Insbesondere bei den Endverbrauchern beobachten wir ein Bewusstsein für den Einkauf von nachhaltigen Produkten. Unsere Kunden – wie beispielsweise Tankstellen Shops – sind dagegen in der Pflicht, die Nachhaltigkeitsstrategien ihrer Mineralölgesellschaften zu erfüllen. Es erfordert viele Ressourcen, dem Dschungel an Anforderungen durch Lieferantenkodizes oder Audits gerecht zu werden. Eine Hotspot-Analyse unseres Produktportfolios hat uns dabei geholfen, die nötigen Schritte für uns zu priorisieren.

Guido Bündgen

Head of Corporate Quality Management, Lekkerland AG & Co.KG

Präsentationen

Workshop C: Umsetzung von Nachhaltigkeitsanforderungen durch den Einkauf

Workshop D: „Offenlegung nicht-finanzieller Informationen und Berichterstattung über soziale und ökologische Auswirkungen entlang der Lieferkette“

Die REWE Group ist aufgrund ihrer Gesellschaftsform zwar unmittelbar nicht von den neuen gesetzlichen CSR-Berichtspflichten betroffen, wir fühlen uns als verantwortlich agierendes Unternehmen durchaus aber angesprochen. Der Grund für unsere freiwillige Berichterstattung ist aber vielmehr, dass das Nachhaltigkeitsreporting eine unverzichtbare Basis dafür ist, unsere Nachhaltigkeitsstrategie zu verfolgen, gegenüber den verschiedenen internen und externen Stakeholder glaubwürdig zu sein und Vertrauen zu schaffen.

Felix Barth

Projektleiter Umwelt und Nachhaltigkeits-Reporting, REWE Group

Die Themen „Lieferkette“ und „Menschenrechte“ sind bereits heute fester Bestandteil unserer Berichterstattung. Wir platzieren diese Themen prominent in unserem Geschäftsbericht und im CR-Onlinebericht. Dort berichten wir z.B. über unseren strategischen Ansatz sowie über unser Lieferantenmanagement und wie wir unser menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht („Due Diligence“) nachkommen. In diesen Reports zeigen wir auch unseren KPI, der das nachhaltige Einkaufvolumen misst. Im Rahmen der ab dem Geschäftsjahr 2017 geltenden gesetzlichen Berichtspflichten werden Menschenrechte in der Wertschöpfungskette zudem einen von fünf Top-Aspekten der sogenannten „Nichtfinanziellen Erklärung“ im Lagebricht der Deutschen Telekom darstellen.

Silke Thomas

Senior Expert Group Corporate Responsibility, Deutsche Telekom AG

Seit 2014 veröffentlicht HOCHTIEF einen kombinierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht. Damit möchten wir hervorheben, dass uns das ausgewogene Zusammenspiel zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten besonders wichtig ist. Den Weg hin zu einer integrierten Berichterstattung werden wir weiterverfolgen, auch wenn bestimmte Anforderungen im Vergleich zu einer getrennten Berichterstattung anspruchsvoller sind – etwa die zeitliche Verfügbarkeit und Qualität von Nachhaltigkeitsdaten.

Indra Folke

PR-Referentin / Konzernkommunikation, HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Präsentationen

Workshop D: „Offenlegung nicht-finanzieller Informationen und Berichterstattung über soziale und ökologische Auswirkungen entlang der Lieferkette“

Fotogalerie

Teilnahmebedingungen

Teilnahmebedingungen für den Praxistag

Für den Praxistag „Lieferketten verantwortlich gestalten – Über Nachhaltigkeit berichten“ am 20.11.2017 in Bonn gelten die folgenden Teilnahmebedingungen.

Veranstalter
UPJ e.V.
Brunnenstraße 181
10119 Berlin
T: +49 30 2787 406-0
M: info@upj.de

econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.
Oberwallstraße 24
10117 Berlin
T:+ 49 30 2028-1474
M: info@econsense.de

Teilnahmebeitrag
Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben.

Anmelde- und Teilnahmebestätigung
Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine automatisch erzeugte, unverbindliche Anmeldebestätigung per E-Mail.

Einige Tage nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie zudem eine verbindliche Teilnahmebestätigung. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nur nach Erhalt der Teilnahmebestätigung möglich.

Programmänderungen
Programmänderungen sind möglich und vorbehalten.

Datenschutz
Personenbezogene Daten werden vom Veranstalter ausschließlich zu Zwecken der Tagungsorganisation verwendet. Die Teilnehmenden der Tagung erklären sich damit einverstanden, dass ihr Name und ihre Organisation in den Tagungsunterlagen aufgeführt werden dürfen. Die Zustimmung zu dieser Nutzung geschieht freiwillig. Im Falle des Widerspruchs gegen diese Nutzung hat dies keine Auswirkungen auf die Tagungsteilnahme. Beim Veranstalter kann die hiermit erteilte Einwilligung in die Veröffentlichung in den Tagungsunterlagen jederzeit vor Drucklegung der Unterlagen widerrufen werden.

Fotorechte
Mit der Anmeldung erteilen die Teilnehmenden dem Veranstalter die Erlaubnis, während der Tagung fotografiert zu werden und diese Fotos im Zusammenhang mit der Veranstaltung u.a. in Printmedien und für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu verwenden.

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