CSR-Praxistag Nürnberg Teaser

PRAXISTAG NÜRNBERG: “LIEFERKETTEN VERANTWORTLICH GESTALTEN – ÜBER NACHHALTIGKEIT BERICHTEN”

Der Praxistag für mittelständische Unternehmen “Lieferketten verantwortlich gestalten – Über Nachhaltigkeit berichten” am 22. November 2016 bei Bosch in Nürnberg informierte über die wichtigsten Hintergründe des Themas und bot rund 100 Teilnehmenden aus der Unternehmenspraxis einen Rahmen für den fachlichen Austausch.

Rückblick

Zum Hintergrund: Im Herbst letzten Jahres vereinbarten die G7-Staats- und Regierungschefs in Elmau wichtige Schritte zur Durchsetzung weltweiter Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards. Ab dem Jahr 2017 verpflichtet zudem eine EU-Richtlinie bestimmte Unternehmen, nicht-finanzielle Informationen zu sozialen und ökologischen Auswirkungen im Rahmen der Lageberichterstattung offenzulegen. Angesichts dieser Entwicklungen führen UPJ und econsense mit Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in mehreren Bundesländern regionale Praxistage durch. Dabei werden die wichtigsten Hintergründe und aktuellen Entwicklungen des Themas vorgestellt, vor allem aber ein Forum für den fachlichen Austausch von Vertretern aus der Unternehmenspraxis geboten.

Impulsvortrag

Bernhard Schwager, Leiter Geschäftsstelle Nachhaltigkeit bei der Robert Bosch GmbH, zeigte auf, wie eine verantwortliche Unternehmensführung in sehr großen Lieferantennetzwerken gelingen kann.

BOSCH gehört zu den 10 größten Unternehmen in Deutschland und arbeitet weltweit eng mit sehr vielen Lieferanten zusammen. Der Begriff Lieferkette ist für uns aber eher fehlleitend, daher sprechen wir lieber von einem Lieferantennetzwerk. Es gehört zu unserem Anspruch, dass wir uns im Rahmen unserer Geschäftsbeziehungen für ein nachhaltiges Lieferantennetzwerk einzusetzen. Um das Wissen zu Nachhaltigkeitsthemen zu vermitteln, setzen wir auf ein duales Trainingsangebot für Einkäufer und Lieferanten. Darüber hinaus überprüfen wir die Umsetzung durch Vorort-Assessments mit eigenen Mitarbeitern.

Bernhard Schwager

Leiter Geschäftsstelle Nachhaltigkeit, Robert Bosch GmbH

Präsentation

Impulsvortrag: Bernhard Schwager, Leiter Geschäftsstelle Nachhaltigkeit, Robert Bosch GmbH

In vier Workshops vertieften die Teilnehmenden im Anschluss Chancen, Herausforderungen und praktische Umsetzungsfragen verantwortungsvoller und transparenter Lieferketten.

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Praxistag für mittelständische Unternehmen “Lieferketten verantwortlich gestalten – Über Nachhaltigkeit berichten” am 22. November 2016 in Nürnberg

Veranstaltungspartner

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Workshop A: Erste Schritte – Nachhaltiges Lieferkettenmanagement in mittelständischen Unternehmen

Nachhaltiges Lieferkettenmanagement wird eines der dominierenden CSR-Themen der nächsten zehn Jahre sein und immer mehr an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig kann aber der Versuch alles auf einmal anzugehen, leicht zu einer Überforderung führen. Deshalb sollte man gerade als mittelständisches Unternehmen pragmatisch und Schritt für Schritt vorgehen, und mit einer Sache, an einer Stellschraube beginnen.

Prof. Dr. Matthias Fifka

Vorstand des Instituts für Wirtschaftswissenschaft und Professor für Betriebswirtschaftslehre, insb. Unternehmensethik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Ohne Frage, die verantwortliche Gestaltung von Lieferketten ist zeit- und geldintensiv und bindet zusätzliche Ressourcen im Unternehmen. Wie in anderen Unternehmensbereichen wie z.B. IT, Personal oder Vertrieb auch, ist das aber eine notwendige Investition, um langfristig wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Standards wie z.B. der der Fair Wear Foundation sind, wenn sie zum Unternehmen passen, zudem ein geeignetes Instrument zur Umsetzung einer nachhaltigen Beschaffungsstrategie.

Hans-Peter Beck

Geschäftsführer, GREIFF Mode GmbH & Co. KG

Supplier Code of Conducts, formalisierte Standards und Audits helfen, Lieferketten effektiv und effizient zu gestalten. In jedem Unternehmen braucht es zudem aber auch Personen, die sich als Intrapreneure das Thema zu eigen machen, Dinge gegen den Mainstream vorantreiben und Kollegen überzeugen.

Jochen Schweitzer

Corporate Development – Strategy – Sustainability, Siemens AG

Präsentationen

Workshop A: Erste Schritte – Nachhaltiges Lieferkettenmanagement in mittelständischen Unternehmen

Workshop B: Internationale Arbeits- und Sozialstandards

Arbeits- und Sozialstandards in der Lieferkette nehmen einen immer wichtigeren Stellenwert ein, ebenso wie Umweltstandards. Für die Umsetzung sozialer Nachhaltigkeit ist eine stringente Policy, die Unterstützung des obersten Managements, Dialog mit den unterschiedlichsten Anspruchsgruppen des Unternehmens sowie die Implementierung von Beschwerdemechanismen und Human Rights Impact Assessment wichtig.

Isabel L. Ebert

Consultant & Representative, Business & Human Rights Resource Centre

ADIDAS entwickelt sich bzgl. der Nachhaltigkeitsperformance stetig weiter, denn die Konkurrenz schläft nicht. In der neuen Strategie 2020 wird Nachhaltigkeit in drei verschiedene Bereiche strukturiert: Herstellung, im Verkauf und beim Einsatz des Produktes, dem Sport. Für unser Lieferantenmanagement gelten die drei Grundsätze: Überwachung, Entwicklung/Capacity Building und der Dialog. Diese Prozesse sind für ein nachhaltiges Lieferkettenmanagement bei ADIDAS essenziell.

Philipp Meister

Director Strategy, Global Social Environmental Affairs, Adidas AG

Präsentation

Workshop B: Internationale Arbeits- und Sozialstandards

Workshop C: Umsetzung von Nachhaltigkeitsanforderungen durch den Einkauf

Transparenz ist wichtig und ein unabdingbareres Mittel für die nachhaltige Gestaltung der eigenen Lieferkette, aber man darf gleichzeitig sein Lieferantennetz damit nicht überfordern. Es ist sinnvoll und fair lediglich Informationen von seinen Lieferanten anzufordern, die man auch systemisch verarbeiten und sie entweder für interne Risikoprüfungen oder zur Berichterstattung gegenüber Kunden oder Investoren verwenden kann.

Jochen Berner

Fachlicher Leiter Group Sustainability, OSRAM Licht AG

Natürlich kann unser Engagement für eine nachhaltige Lieferkette nicht 1:1 in finanziellen Nutzen übersetzt werden. Aber wir konnten damit in den vergangenen Jahren potentielle Risikien früh erkennen und eindämmen. Das motiviert uns unser Engagement fortzusetzen und auszuweiten.

Nico Irrgang

Project Coordinator CSR / Corporate Communications, KRONES AG

Die Beschaffung von Informationen über soziale und ökologische Risiken in der Lieferkette ist wichtig und sinnvoll, aber nur zu dem Grad, zu dem das Unternehmen auch einen entsprechenden Follow-Up-Prozess sicherstellen kann. Manchmal ist weniger eben mehr, d.h. wenige kurz gefasste Fragen, die dann aber im Bedarfsfall auch zu klaren Konsequenzen führen.

Axel Zerinius

Director Corporate Sector Purchasing and Logistic, Robert Bosch GmbH

Präsentationen

Workshop C: Umsetzung von Nachhaltigkeitsanforderungen durch den Einkauf

Workshop D: Offenlegung nicht-finanzieller Informationen und Berichterstattung über soziale und ökologische Auswirkungen entlang der Lieferkette

Die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts kostet Zeit, sehr viel Zeit sogar. Für ein mittelständisches Unternehmen wie uns mit etwa 80 Beschäftigten ist das eine echte Herausforderung. Dem muss man sich bewusst sein. Aber es lohnt sich. Gegenüber unseren Kunden dient uns der Bericht oft als Beleg für unser Vorteilsversprechen. Zudem hilft die Berichterstattung uns dabei unsere vielfältigen Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu strukturieren. Auf Standards wie die GRI zurückzugreifen verstehen wir dabei nicht als Pflicht, sondern vor allem als Erleichterung für unsere Arbeit. Annika Redl

Marketing, Joh. Barth & Sohn GmbH & Co. KG

Nachhaltigkeitsanforderungen entwickeln sich kontinuierlich weiter. Um die Interessen und Erwartungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu verstehen, stehen wir im regelmäßigen und offenen Austausch mit unseren zentralen Stakeholdern. Die Wesentlichkeitsanalyse ist für die Schaeffler Gruppe ein hilfreiches Instrument, um die Themen zu identifizieren, die für unsere Stakeholder von Bedeutung sind. Diese Themen dienen innerhalb unserer Corporate Responsibility-Roadmap zur Definition konkreter Ziele und Maßnahmen.

Pia Theresa Hoffmann

Nachhaltigkeitsbeauftragte | Corporate Responsibility Officer, Schaeffler AG

Anspruch der HypoVereinsbank ist es, wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischen und sozialen Standards in Einklang zu bringen, Gewinn mit Integrität zu erwirtschaften und Transparenz herstellen. Deshalb haben wir bereits vor 20 Jahren mit einer regelmäßigen Berichterstattung begonnen. Mittlerweile verfügen wir über ein modulares Konzept für verschiedene Zielgruppen: vom Onepager und Intranetbeiträgen für die eigenen Mitarbeiter über ein ansprechendes Kundenmagazin bis hin zum detaillierten Online-Bericht für Nachhaltigkeits-Experten, der internationale Standards erfüllt und zunehmend nicht-finanzielle und finanzielle Informationen integriert.

Irina Detlefsen

Vice President Corporate Sustainability, HypoVereinsbank

Die vorgestellten Berichte im Internet: HypoVereinsbank, Joh. Barth & Sohn GmbH & Co. KG.

Präsentationen

Workshop D: Offenlegung nicht-finanzieller Informationen und Berichterstattung über soziale und ökologische Auswirkungen entlang der Lieferkette

Fotogalerie

Teilnahmebedingungen

Teilnahmebedingungen für den Praxistag
Für den Praxistag “Lieferketten verantwortlich gestalten – Über Nachhaltigkeit berichten” am 22.11.2016 in Nürnberg gelten die folgenden Teilnahmebedingungen.

Veranstalter
UPJ e.V.
Brunnenstraße 181
10119 Berlin
T: +49 30 2787 406-0
M: info@upj.de

econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.
Oberwallstraße 24
10117 Berlin
T:+ 49 30 2028-1474
M: info@econsense.de

Teilnahmebeitrag
Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben.

Anmelde- und Teilnahmebestätigung
Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine automatisch erzeugte, unverbindliche Anmeldebestätigung per E-Mail.

Einige Tage nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie zudem eine verbindliche Teilnahmebestätigung. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nur nach Erhalt der Teilnahmebestätigung möglich.

Programmänderungen
Programmänderungen sind möglich und vorbehalten.

Datenschutz
Personenbezogene Daten werden vom Veranstalter ausschließlich zu Zwecken der Tagungsorganisation verwendet. Die Teilnehmenden der Tagung erklären sich damit einverstanden, dass ihr Name und ihre Organisation in den Tagungsunterlagen aufgeführt werden dürfen. Die Zustimmung zu dieser Nutzung geschieht freiwillig. Im Falle des Widerspruchs gegen diese Nutzung hat dies keine Auswirkungen auf die Tagungsteilnahme. Beim Veranstalter kann die hiermit erteilte Einwilligung in die Veröffentlichung in den Tagungsunterlagen jederzeit vor Drucklegung der Unterlagen widerrufen werden.

Fotorechte
Mit der Anmeldung erteilen die Teilnehmenden dem Veranstalter die Erlaubnis, während der Tagung fotografiert zu werden und diese Fotos im Zusammenhang mit der Veranstaltung u.a. in Printmedien und für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu verwenden.

Logo Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Förderlogos

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